Honduras: Selektive Menschenjagd niedriger In Rel-UITA - 27.02.2010 00:08
Erneuter Mordanschlag am hellen Tag  Claudia Brizuela Am Mittwoch dem 24. Februar l�utete es um kurz nach Mittag in San Pedro Sula an der T�r von Claudia Larissa Brizuela, die an diesem Tag ihren 36. Geburtstag feierte. Als sie �ffnete, wurde sie von drei Sch�ssen in den Kopf getroffen und starb auf der Stelle. Claudia war aktives Gewerkschaftsmitglied in der Gemeindeverwaltung, in der sie besch�ftigt war, und Tochter von Pedro Brizuela, einem bekannten �rtlichen F�hrer der Nationalen Widerstandsfront (FNRP). Der erneute terroristische Mordanschlag ereignete sich im Vorfeld einer von der FNRP in der Hauptstadt Tegucigalpa geplanten Grossdemonstration gegen die Wahrheitskommission, die als Zwischenstation auf dem Weg zur Straffreiheit aller am Staatsstreich und der anschliessenden brutalen Verfolgung beteiligten Kriminellen gewertet wird. Claudia ist die dritte Person, die w�hrend des ersten Monats der Regierung von Porfirio Lobo get�tet wurde. Unter sehr �hnlichen Umst�nden wurden bereits Vanessa Zepeda y Julio Funes ermordet. Pedro Brizuela, Claudias Vater, brachte den Mordanschlag mit seiner Arbeit in der FNRP in Verbindung und wertete ihn als Einsch�chterungsversuch denen gegen�ber, die weiter f�r die Demokratie in Honduras k�mpfen. Die Repression scheint sich inzwischen schwerpunktm�ssig auf Frauen zu konzentrieren; mehrere Frauen berichten, dass sie in den vergangenen Tagen pers�nlich telefonische Drohungen erhielten oder von anonym bleibenden Personen bedr�ngt wurden, die ihnen den Tod ihrer Kinder oder anderer Angeh�riger ank�ndigten. Eine Frau wurde von einem Fahrzeug verfolgt, w�hrend eine weitere so heftig geschlagen wurde, dass sie ein Auge und mehrere Z�hne verlor und eine Wirbels�ulenverletzung davontrug. Die selektive Gewaltanwendung gegen Basisf�hrer von FNRP, Gewerkschaften und zivilgesellschaftlichen Organisationen hat seit dem Amtsantritt von Porfirio Lobo am 28. Januar zugenommen. Sein Sicherheitsminister, Oscar �lvarez, hat �ffentlich erkl�rt, man m�sse dem Widerstand ein Ende setzen, da �seine Existenzberechtigung entfallen ist�. Die honduranischen Geheimdienste verfolgen die Strategie, durch die �ffentliche, fast mediengerechte, T�tung von Basisaktivistinnen und �aktivisten Angst und Schrecken zu verbreiten, wobei sie � bisher � die bekanntesten Pers�nlichkeiten der Opposition ausgespart haben. Diese Strategie hat zum Einen das Ziel, eine �Jagd niedriger Intensit�t� zur Einsch�chterung der Bev�lkerung einzuf�hren, und dabei zum Anderen m�glicherweise weiter gehenden nationalen und internationalen Reaktionen, wie sie auf die T�tung von bekannteren Pers�nlichkeiten folgen w�rden, aus dem Weg zu gehen. Dieses Regime regiert nicht demokratisch, es ist keine Demokratie. Mehrere Menschen haben diese Tatsache bereits mit dem Leben bezahlt. Es ist kein Zufall, dass Jos� F�lix Ramajo, ein Ausbilder der ISA (National Security Academy) mit Verbindungen zum israelischen Geheimdienst Mossad, Porfirio Lobos wichtigster Sicherheitsberater ist. In Honduras erf�hrt der Staatsterrorismus der 80er Jahre eine Neuauflage, allerdings mit einer �nderung: das gezielte Vorgehen gegen die Basis. Es gibt weder kollektive Massaker noch verst�mmelte, zerlegte K�rper, die in irgendwelchen Vororten abgeladen werden, und bisher wurden auch keine �Pers�nlichkeiten der Zeitgeschichte� ermordet. Das zur Zeit angewendete Repressionsverfahren ist insofern noch weitaus perfider, als es sich der Diffusion der Todesf�lle durch die Medien bedient und dabei eine klare Nachricht vermittelt: �Als N�chsten kann es dich treffen, oder dich, oder deine Kinder, Verwandten, Freundinnen und Freunde�. Es geht um die Verbreitung von Angst, die infolge der Straffreiheit ins Unermessliche gesteigert wird. Welche Hirne k�nnen solche Strategien entwerfen? Allein sie zu benennen ist schon ekelerregend. Die Rel-UITA macht erneut Staatspr�sident Porfirio Lobo und alle Regierungen, die den Prozess unterst�tzt haben, in dessen Rahmen Manuel Zelaya gest�rzt und die jetzige terroristische Demokratur errichtet wurde, f�r diese Mordanschl�ge verantwortlich. Das von Claudia, Vanessa, Julio und allen anderen Opfern des Staatsterrorismus in Honduras vergossene Blut soll bis in die schmucken B�ros des Weissen Hauses vordringen. Das untr�stliche Weinen von Claudias acht und zwei Jahre alten Waisen, Eduard und Said, soll in den weitl�ufigen R�umen und zwischen den reich dekorierten W�nden zu vernehmen sein und diesen afroamerikanischen Pr�sidenten besch�men, der Krieg und Tod verbreitet, w�hrend er von Frieden spricht. Die Rel-UITA verurteilt diesen Mord wie auch alle anderen, die das honduranische Volk beim Kampf um seine Rechte und f�r die Demokratie hinnehmen musste, und wird weiterhin die wahren Verantwortlichen dieser Verbrechen gegen die Menschlichkeit beim Namen nennen. Die internationale Gemeinschaft sollte umgehend energisch reagieren und die Regierungen verurteilen, die dieses unmenschliche Regime st�tzen. Website: http://www.rel-uita.org/internacional/honduras/democradura/una_caceria_humana-ale.htm |