Internationale Demonstration. Galizien NUNCA M�IS - NIE WIEDER! - 12.11.2003 20:29
Internationale Demonstration NUNCA M�IS - NIE WIEDER! 16. November 2003 Santiago de Compostela NUNCA M�IS - NIE WIEDER! Der angeschlagene �ltanker Prestige, der 77.000 Tonnen Heiz�l transportierte segelte sechs Tage unter der Beobachtung der spanischen Beh�rden, nachdem sie �ber die Situation informiert wurden. Das Schiff befand sich 130 Meilen vor Fisterra. Es gab ein Leck im Rumpf und es neigte sich um 40�. Anstatt das gebrochene Schiff in einen sicheren Hafen zu ziehen, um das �l umzulagern entschloss man sich es inmitten eines Sturms fort zu schaffen, einer schwankenden Route folgend die die weitere Versch�ttung des �ls erm�glichte, die daraus resultierende Sch�digung des Schiffes beschleunigte und das Sinken des Tankers in 3,5 km Tiefe verursachte. Das �kologische Desaster Laut offizieller Berichte verbleiben 14.000 Tonnen Roh�l die es noch ab zu pumpen gilt. Das kommt einer Gesammtsumme von 63.000 Tonnen �l gleich, die immernoch an mehr als 1.000 km Strandfl�che aussergew�hnlicher Landschaft, mit einer Vielfalt an Flora und Fauna, sehr wichtigen �kologischen Pl�tzen, wie Naturparks oder Naturschutzgebieten in der vom Aussterben bedrohte Tiere leben, angesp�lt werden. Jede Tonne dieses �lteppichs - die in franz�sischer, russischer oder angels�chsischer Terminologie jeweils in Nummer 2, 6 oder M-100 klassifiziert wird - enth�lt 350 Gramm eines krebseerregenden Gemischs aus Schwermetallen die sich zu polyzyklischem aromatischen Kohlenwasserstoff (PAK) verbinden. Die sehr hohe Fortdauer von PAK in der Nahrungsmittelkette liegt an der hohen Toleranz bei bakterieller Aktivit�t. Die Techniken biologischer Regenerierung sind in diesem Fall nicht effektiv, da das Potential des biologischen Abbaus hier nur bei etwa 15 % liegt. Meeress�uger und K�stenv�gel waren die ersten Opfer des �lteppichs, die auch den Tod des deutschen Einsiedlers verursachte, der in Camelhe lebte. Statistischen Sch�tzungen zu Folge und Bezug nehmend auf Exxon Valdez (Alaska, 1984: 38.800 Tonnen �l) rechnet man mit 300.000 bis 650.000 toten V�geln. Dies k�nnte auch Effekt auf den sehr hohen Bestand an Fischen und Krustentieren haben was auf die Rechnung von 84 % der galizischen Wirtschaft geht. �ber 1.500.000 Menschen, die 50 % der gesamten galizischen Bev�lkerung ausmachen leben an der K�ste und sind von dieser wirtschaftlichen Aktivit�t abh�ngig. In Anbetracht der sehr starken Verbindung der Galizier mit dem betroffenen �kosystem und unter Ber�cksichtigung der Tatsache, dass dieses Giftgemisch schwer abbaubar ist, wenn es erst einmal in die Nahrungskette gelangt ist, ist es absolut notwendig �ber das durch das �l verursachte schlimmste �kologische Desaster in der Geschichte zu reden (5 �l-Katastrophen in den letzten 10 Jahren). Die Auswirkungen werden die n�chsten Jahre durch ernsthaften Konsequenzen auf die Gesundheit der Menschen zu sp�ren sein. Das soziale Echo Polycommander, Urquiola, Erkowit, Andros Patria, Cas�n, Aegean Sea... Prestige. Die Regierung des von �lpesten h�ufigsten betroffenen Landes hat auf unerkl�rliche Art und Weise verpa�t vorbeugende Ma�nahmen zu treffen, um das zweifellos vorherzusehende Desaster zu verhindern. Das Fehlen von Entseuchungs-Ressourcen zwang die Seeleute und KrebsfischerInnen dazu sich dem Kampf gegen den �lteppich direkt zu stellen, auf ihren herk�mmlichen Booten und mit neu erfundenen Ger�tschaften um den Schlick mit ihren blo�en H�nden zu entfernen. Die fehlende Koordination zwischen staatlichen und regionalen Beh�rden wurde durch die Auto-Organisation der Seeleute wieder ausgeglichen, die spontan tausende Menschen mobilisierten, die kamen und bei den Reinigungsarbeiten halfen. W�hrend die Bev�lkerung gegen den fortlaufenden �lschlick k�mpft, weigern sich die Beh�rden die Ausma�e dieser �lpest und die Auswirkungen im Parlament und den Massenmedien einzugstehen. Diese Sitation veranla�te die galizische Gesellschaft einstimmig dazu an der gr��ten Demonstration aller Zeiten teil zu nehmen, auf der im Regen und unter Schirmen am 1. Dezember 2002 in Santiago de Compostela, der Hauptstadt von Galizien das Nunca M�is Manifest einige male verlesen wurde. Zu dieser Demonstration wurde von einer B�rgerInnen-Initiative aufgerufen, an der sofort tausende Menschen und hunderte Gruppen und Verb�nde aus Galizien, aber auch von au�erhalb ihre Teilnahme ank�ndigten. Dieses Kollektiv forderte den Beginn eines Mechanismus' der die Wiederholung derartiger Katastrophen verhindern soll, z.B. die Bereitstellung n�tiger Ressourcen zum beheben ernsthafter wirtschaftlicher, sozialer und �kologischer Auswirkungen die von dem Meeresdesaster herr�hren. Die Vorlegung einer Klage gegen die technischen und politischen Verantwortlichen identifizierte eine Menge bedeutender Top-Beamte der spanischen Partei Partido Popular. Diese politische Organisation intensivierte eine Kampagne zur Kriminalisierung der B�rgerInnen-Initiative indem sie demokratische Institutionen benutzte die sich stufenweise in Zensur- und Repressionspraktiken �u�erte, w�hrend das herangesp�lte �l in den Massenmedien verschwiegen wurde. Die Antwort auf diese unverantwortliche und undemokratische Haltung war die Verlesung des Manifest vor ungef�hr 1 Million Menschen, die am 23 Februar 2003 an der Demonstration in Madrid, der Hauptstadt Spaniens teilnahmen. Sechs Monate nach dem Sinken war der Tanker noch immer ein Verschmutzungsherd, der das Hissen der blauen Flagge nach sich zog, da touristische Str�nde mit �l-M�ll verschmutzt waren. W�hrend die Regierung aufgrund des hohen Giftgehalts der untersuchten Exemplare noch immer das Verbot aufrecht erh�lt nach Krebsen zu fischen, blockt die spanische Partei Partido Popular die Forderungen an das galizische Parlament und den spanischen Kongress die Fakten zu begr�nden, sich den Konsequenzen zu stellen um eine Wiederholung so einer Trag�die zu verhindern. Das war auch der Grund, warum am 14. Juni 2003 eine internationale Demonstration in Br�ssel stattfand, wo das Manifestationsb�ndnis die Tatsachen anprangerten und um die Bildung eines Untersuchungs-Ausschu�es im Europa Parlament bat, was zumindest offiziell gestellt wurde. Ein Jahr danach Vor der galizischen K�ste findet 10 % des weltweiten Schiffverkehrs statt und 70 % des europ�ischen Erd�ls kommt hier vorbei. Der technische Zusammenbruch der Prestige wurde nur zu einer Katastrophe da es an Koordination und Voraussicht der spanischen Beh�rden mangelte, die in dem weltweit am h�ufigsten von �lpest betroffenen Land �ber keinen Notfall-Plan oder Entseuchungs-Mittel verf�gt. Ein Jahr danach segeln noch immer ein-w�ndige �ltanker unter der Flagge der Bequemlichkeit v�llig ungestraft durch den Meereskorridor von Fisterra. Ein Jahr danach, sind die technischen und politischen Verantwortlichen immer noch in ihrem Amt. Ein Jahr danach haben wir immer noch keinen Notfall-Plan, der das Funktions-Protokoll ber�cksichtigt, die die Aufhebung �hnlicher Eventualit�ten erlaubt. Ein Jahr danach ist der einzige Plan, den wir haben ein Wahlversprechen ohne wirtschaftlicher Grundlagen. Ein Jahr danach haben wir noch immer keine Aufsichtsinstanzen oder Rettungs-Organisationen sowie gen�gend motorisch angetriebene Schlepper oder Rettungs-H�fen f�r Unf�lle. Ein Jahr danach haben wir keine Ressourcen wie Entseuchungs-Schiffe, Sicherungs- und Absaugungsbarrieren, Kellen, Speicher und Zentren entlang der K�ste, die Filtermasken, Reinigungsmaterial, Markierungspunkte oder Flutlichter bieten um den schnellen Einsatz spezieller Reinigungs-Teams zu gew�hrleisten. Ein Jahr danach k�nnte sich das Prestige Desaster unter den selben Umst�nden wiederholen. Deshalb wird Galizien ein Jahr sp�ter erneut sagen: NUNCA M�IS - NIE WIEDER! Internationale Demonstration NUNCA M�IS - NIE WIEDER! 16. November 2003 Santiago de Compostela
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